Prüfmethoden
Druckabfall-Prüfung
Bei der Druckabfall-Prüfung wird das Prüfteil ebenfalls mit Druck beaufschlagt. Nach einer kurzen Beruhigungszeit wird das Teil von der Druckluftversorgung getrennt (Ventil geschlossen) und nach einer weiteren Messzeit die Druckänderung gemessen. Existiert ein Leck, so fällt der Druck ab.
Unterwasserprüfung
Dabei wird das zu prüfende Teil abgedichtet, mit Überdruck beaufschlagt und in ein Wasserbecken getaucht. Existiert ein Leck, kommt es zur (Luft-)Blasenbildung.
Lokalisieren des Lecks und gute Empfindlichkeit stellen auch heute noch die großen Vorteile dieses Prüfverfahrens dar.
Prüfgas-Prüfung
Die Leckageprüfung mit einem Prüfgas beruht auf dem Einsatz von selektiven Gasdetektoren die nur gegen ein bestimmtes Gas empfindlich sind. Das Prüfteil wird mit dem Prüfgas (tracer) beaufschlagt. Existiert ein Leck, kann das austretende Prüfgas mit dem spezifischen Gasdetektor nachgewiesen werden.
Erzeugen eines Druckunterschiedes zwischen dem Prüfling und dem Nachweisgerät:
Dies kann durch Erhöhung oder Verringerung des Drucks auf einer Seite des Prüflings im Vergleich zur anderen Seite oder einer Kombination von Druckverringerung und -erhöhung erreicht werden. Im Falle einer Leckage entsteht ein konstanter Gasstrom von der Hochdruckseite zur Niederdruckseite. Befindet sich auf der Niederdruckseite ein Nachweisgerät für das strömende Gas, kann die Leckage qualitativ oder quantitativ nachgewiesen werden.
Als Prüfgase werden Wasserstoff (als 5% H2 Formiergas), Schwefelhexafluorid, Halogene und vor allem Helium eingesetzt. Die Nachweisgrenzen bewegen sich je nach Messmethode zwischen 1E-4 mbar L/sec (Leckschnüffler) und 1E-11 mbar L/sec (Helium-Vakuum Leckmessung)
Sehr hohe Empfindlichkeit und Unabhängigkeit von Umgebungsbedingungen (Temperatur, Feuchte, ...) sind die Vorteile dieses Prüfverfahrens.





